Rainer Dörr begann schon vor mehr als dreißig Jahren mit Motorsport. Bereits mit elf Jahren startete er aktiv im Motocross und schaffte es 1986 sogar - im Alter von 16 Jahren - Deutscher Juniorenmeister in der 80 ccm-Klasse zu werden. Sein ganz persönliches Fazit zu fünf Jahren Dörr Group.

Von klein auf saugte Rainer alles auf, was mit Autos und deren Technik zu tun hatte. Aufgewachsen im elterlichen BMW-Autohaus machte er den Kfz-Meister und führte so das Unternehmen weiter. Vom Motocross zum Automobilrennsport – aus einem Hobby wurde Berufung und ein Beruf. Waren die Rennaktivitäten von Dörr Motorsport zunächst eine private Leidenschaft, bewies Rainer Dörrs Rennstall erfolgreich bei VLN-Langstreckenrennen, ADAC Zurich 24h-Rennen seine Fähigkeiten. 2016 gehen die Frankfurter neue Wege und starten italienisch in der Lamborghini Blancpain Super Trofeo. Damit bringt der Enthusiast unvergleichbare Expertise mit, die er nun an die nächste Generation weitergeben will. Denn auch die Kinder von Evelyn und Rainer Dörr geben Gas.

Rainer, wenn man sich die Dörr Group heute ansieht, wirkt das alles sehr zielstrebig. War das Dein Ziel vor fünf Jahren?
Ehrlich gesagt, bin ich angetreten, um ausschließlich das zu tun, was ich wirklich mag: nämlich nah am Kunden sein und für ihn in Ruhe das richtige Auto finden und mit einem kleinen Team die Faszination Motorsport auf die Straße bringen. Dass McLaren – also ein Formel 1-Team - genau zu der Zeit sich in Richtung Straßenfahrzeuge orientiert und ein weltweites Händlernetzwerk aufsetzen will, hat einfach perfekt zu unserer Motorsport-Erfahrung gepasst. Das war eine einmalige Chance.

Es kam dann doch ein wenig anders. Insgesamt vier Marken an drei Standorten mit mittlerweile dreißig Mitarbeitern gilt es zu organisieren.
Besonders wichtig ist mir meine Nähe zu den Kunden. Bei unserem neuesten Teammitglied Bugatti betreue ich alle persönlich. Es muss sich vieles einspielen, wir haben ein extremes Wachstum in den vergangenen fünf Jahren absolviert, doch für jede Marke habe ich absolute Experten hinterm Steuer, die unsere Kunden betreuen.

Erinnerst Du Dich manchmal zurück als Du am BMW im elterlichen Betrieb geschraubt hast?
Es war eine gute und für mich sehr bedeutende Zeit. Mir ist es vor allem wichtig, nicht die Basis zu verlieren. Ich stehe für Bodenständigkeit, die ich derzeit vor allem an der Kartstrecke auslebe, wenn ich mit zwei meiner Söhne am Kart schraube. Hier schalte ich ab und tanke meine Akkus wieder auf.

Wegen guter Führung wurdest Du zum Wiederholungstäter, denn nach McLaren Frankfurt wollten Dich bekanntlich weitere Hersteller als ihren Markenvertreter, nicht zuletzt die absolute Edelmarke Bugatti.
Mit den Standorten Frankfurt, Stuttgart und München decken wir mehr als 50 Prozent Deutschlands ab, wenn es um die Kaufkraft im Segment hochwertige Fahrzeuge geht. Damit verfügt die Dörr Group über ein einmaliges Vertriebsnetzwerk und wird interessant für Hersteller. Oft haben unsere Kunden mehrere Fahrzeuge verschiedener Marken zu Hause, das macht die Dörr Group auch aus Käufersicht äußerst vorteilhaft.

Du bist ja nicht nur passionierter Supersportwagenhändler, sondern warst früher selbst hinterm Steuer eines Rennwagens. Bist Du im Grunde Deines Herzens noch der Rennfahrer?
Das war eine tolle Zeit und ich denke gerne daran, aber heute genieße ich es mehr, dass ich diese Emotionen an meine Söhne weitergeben kann. Phil und Ben gehen einen hervorragenden Weg in deutschen und europäischen Kartserien und Robin debütiert als Teammanager in der Lamborghini Blancpain Super Trofeo. Da werde ich zum zweiten Teamchef, und das gibt mir heute mehr.

Wie wichtig ist Dir ein Rundenrekord von Kevin Estre auf dem Nürburgring?
Nur dabei sein geht nicht. Das lässt mein Ehrgeiz nicht zu. Wir wollen mit Dörr Motorsport immer ganz vorne dabei sein. Dabei sollen sich die Dinge entwickeln dürfen. Robin muss in der ersten Saison nicht Sieger werden, Phil und Ben später keine professionellen Rennfahrer. Ich will, dass sie ihre Persönlichkeit entwickeln, sich selbst Ziele stecken, mit Niederlagen klarkommen und Erfolge feiern können. Das ist das tägliche Leben.

Die Dörr Group wächst und wächst. Ist Team Dörr noch ein Familienunternehmen?
Familie und Unternehmen sind in der Dörr Group eins und kann gar nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Das ist auch gut so, denn so funktioniert alles am besten. Ich fühle mich am wohlsten, wenn ich meine Familie um mich habe. So vermischt sich alles optimal. Wir funktionieren als Familie, als Paar und als Unternehmer.

Wenn der Rhythmus so weitergeht... was kommt als nächstes?
Wir wollen erst mal konsolidieren und zusammen mit unseren Kunden die Markenvielfalt der Dörr Group ausleben. Es gibt diverse Gespräche, beispielsweise zu einem neuen Standort im Ausland. Abwarten, die Dörr Group ist für alles offen.

Rainer, vielen Dank für das Gespräch!

< zurück

Wir freuen uns sehr über Ihr Interesse an der Dörr Group. Kontaktieren Sie uns!

Dörr Group
Orber Straße 4a / Klassikstadt
60386 Frankfurt am Main
Tel. +49 69 4269 406 0
Fax +49 69 4269 406 29
contact@doerrgroup.com
Bleiben Sie immer informiert über alle Themen der Dörr Group oder ihren Marken Bugatti, Dörr Motorsport, Lamborghini, Lotus oder McLaren.

Hier geht es zur Newsletter-Anmeldung.